Genf: The exciting stuff.

So, Guttenberg ist gestern zurückgetreten – und worüber reden wir jetzt? Wir wäre es mit der Automesse in Genf. Seit gestern ist sie eröffnet, und obwohl viele der Big Bangs diesen Jahres erst auf der IAA in Frankfurt im September erwartet werden, gibt es natürlich auch hier einiges zu sehen. Zum Beispiel das neue Golf Cabrio oder der neue Kombi von Hyundai.

Im Ernst: Wenn wir ehrlich sind, ist das meiste relativ unspannend. Schauen wir also nur auf die Highlights – egal ob nun Konzept, Studie oder neues Serienmodell.

Und eine solche wäre ohne den neuen Lamborghini Aventador natürlich unvollständig – auch wenn Revolution anders aussieht. Der Nachfolger des Murcielago hat allerdings einige Elemente des beeindruckenden Sesto Elemento Concepts übernommen, das letztes Jahr auf dem Pariser Autosaloon gezeigt wurde. Hier ist auf der Design-Seite vor allem das gelungene Heck zu nennen, auf der technischen Seite der verstärkte Einsatz von Carbon. Das gilt allgemein als fortschrittlich, dennoch liegt das Fahrzeuggewicht auf demselben Level wie bei der letzten Ausbaustufe des Vorgängers (Murcielago Super Veloce). Alles in allem eine Weiterentwicklung des Murcielago, ohne dass etwas grundsätzlich neues dazu gekommen wäre.

BMW baut seine Submarke Mini weiter aus, und will bald einen Mini auf den Markt bringen, der tatsächlich mini ist und auf den wunderbaren Namen Rocketman hört. Tolle Ideen wie die zweiteiligen Türen oder die Rückleuchten werden es sicher nicht in die Serienproduktion schaffen, aber ziemlich schick sieht er dennoch aus – auf einer Länge, die nur ein wenig über das Orginal der sechziger hinausragt.

Toyota und Subaru arbeiten bereits seit einiger Zeit an einem gemeinsamen Sportwagen, der auf den markanten Namen FT-86 hört und um die folgenden Eckpunkte gebaut werden soll: Heckantrieb, Frontmotor mit vernünftiger Leistung (um die 200 PS), möglichst perfekte Gewichtsverteilung, heißes Design, und das alles zu einem normalbürger-gerechten Preis. Dass Japaner so etwas können, wissen wir seit Honda S2000, Mazda MX-5 oder Toyota MR-2 bereits.

Audi zeigt mit der A3-Studie nicht nur das Design der nächsten Generation des Kompaktwagens, sondern auch, dass es ihn auch als Limousine geben wird – in bester Jetta-Manier, aber natürlich viel „dynamischer“. Der Motor aus dem Quattro Concept (408 PS) und die 20 Zoll Felgen klingen zwar nicht nach Serienfahrzeug, aber immerhin siehr er ziemlich schick aus (man beachte die Türgriffe!).

Allerdings nicht so schick wie das, was bei Alfa Romeo auf dem Stand steht. Ja, der unerreicht schöne Sportwagen 8C bekommt wohl einen kleinen Bruder, und dieser scheint fast genauso umwerfend zu werden. Heckantrieb, der 1.8 Liter Turbomotor aus der Guiletta Quadrifoglio Verde, und die wunderbaren Wählscheiben-Felgen. Wenn jetzt noch eine knackige Handschaltung bestellbar ist, fülle ich schonmal den Kreditantrag aus.

Vor ein paar Monaten überschlugen sich die einschlägigen Magazine mit Schlagzeilen über die gegenläufig öffnenden Türen des Opel Meriva – Ford zeigt mit dem B-Max nun seine Vorstellung eines praktischen Minivans. Für problemlosen Einstieg sollen Schiebetüren sorgen, ein Novum im Minivan-Segment. Dazu ein harmonisches Design, und wenn der Fahrspaß auf Focus-Niveau liegt, wird man wohl auf jedem der fünf Plätze glücklich werden können.

Ein Trauerspiel ist, wie Konzernmutter Fiat dieser Tage mit Lancia umgeht. Um Kosten zu sparen, sollen demnächst Chrystler-Modelle auf ihrem Weg nach Europa umettiketiert und unter dem Namen der italienischen Traditionsmarke verkauft werden. Dabei haben die Italiener in letzter Zeit viel richtig gemacht – den wunderbaren Delta durfte ich bereits ausführen. Dieser bekommt demnächst ein Facelift – und sieht noch besser aus.

Und sonst natürlich das unvermeidliche: Säcke voll Hybride, zum Beispiel der Panamera Hybrid von Porsche… aber es interessiert niemanden tatsächlich, wenn ein Auto mit 330 PS einen winzigen Eletrkomotor bekommt – vor allem, wenn der Preis für das Gesamtpaket bei 106.000 Euro liegt. Ähnliches gilt für den Audi Q5 Hybrid. Opel kann dafür schon mit dem fast fertigen Ampera aufwarten, wieviele Kunden allerdings die wahrscheinlich fälligen Euro zu zahlen bereit sind, muss sich erst noch zeigen.

Bildquelle:
conceptcarz.com

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