Whatever happened to Berta

Dieser Text könnte lang werden, wenn ich alles aufschreiben würde, was seit dem letzten Post passiert ist – und das nur an der Autofront. Es hat sich eingebürgert, dass ich sie Berta nenne – ich finde es passt, der Name nimmt Bezug auf die frühe Mercedes-Geschichte, und er passt zum Charakter des Wagens: ein wenig elegant, aber vor allem auch gemütlich. Sportwagen ist anders.

  • Zurück zu den letzten Monaten. Damit das hier nicht ausufert, halte ich im Text nur die wichtigsten Wegpunkte fest. Wer mehr Eindrücke möchte, für den sind die letzten zwölf Monate im Anschluss in Bildern chronologisch festgehalten.
    nach diversen Dates mit dem Mechaniker wagte Berta im Juni 2015 den Sprung auf die TÜV-Bühne – und bestand mit wehenden Fahnen. Ok, nicht mit wehenden Fahnen, aber relativ unaufgeregt. Das Wichtigste: Das H-Kennzeichen gab es noch oben drauf. Was laut meines zur dramatischen Darstellung neigenden Berufsschraubers vor allem auf die Unmengen Rostumwandler zurückzuführen war, die er im Motorraum verteilt hatte. Und – natürlich – seinem guten Verhältnis zum Prüfer. Wie auch immer: die Prüfung war geschafft und für die nächsten zwei Jahre sollte jetzt erstmal Ruhe im Karton sein. Zumindest an dieser Front.
  • Im Sommer stand dann erstmal das Genießen auf dem Programm, auf diversen Ausflügen an die Brandenburger Seen wurde die nicht funktionierende Klimaanlage nicht immer vermisst – sind alle vier Fenster unten, ist es angenehm luftig. Nur das Schiebedach ließ sich partout nicht zur Mitarbeit bewegen. Wahrscheinlich nur zu lösen, wenn der Dachhimmel abgenommen wird.
  • Davon abgesehen lernten Berta und ich uns jetzt erst richtig kennen. Einige Details wurden geändert, das nicht-originale Sportlenkrad musste natürlich weg, und ich nahm die Elektronik mal etwas unter die Lupe. Es folgte die erweiterte Grundreinigung, um dem Rost nicht allzu viele Angriffspunkte zu geben.
  • Da die Reifen definitiv runter mussten, ich aber kein allzu großer Fan der 14-Zoll Barockfelgen mit den 85er Gummis bin (sieht aus wie Ballonreifen) erstand ich nach einiger Suche ein paar Melber-Felgen im Kreuzspeichen-Design, glänzend poliert auf schwarzem Grund – heiß! Die mussten jetzt nur noch auf neue Gummis warten – es sollte noch bis ins neue Jahr dauern
  • Während ich nachzog und ebenfalls dreißig wurde, ging es für Berta in die Winterpause, mollig warm in der Tiefgarage eines Kollegen. Alle paar Wochenenden schaute ich mit Werkzeugkoffer vorbei und widmete mich kleineren Problemchen – der Luftfilterkasten musste weg, ein besser erhaltenes Exemplar wurde besorgt und komplett aufgearbeitet. Zündkerzen ausgetauscht usw. – ich konnte zwar keines der größeren Probleme anpacken, aber immerhin stellte sich so langsam eine Liste zusammen, die man theoretisch bequem von oben nach unten abarbeiten könnte. Irgendwann mal.
  • Im März ging es dann wieder nach draußen, und als erstes mussten die ollen Sommerreifen durch neue ersetzt werden. Damit kamen nun endlich die neuen Felgen zum Zug. Seitdem stelle ich meine ToDo-Liste zusammen und hoffe, dass mich neue Mängel nicht überholen, während ich an alten arbeite. Eine erste Niederlage gab es nämlich schon: Die Holzierleisten im Innenraum ließen sich auch mit Zwei-Komponentenkleber nicht bändigen, da muss ich nochmal ran.

 

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